Verfasst von Ossikopp am 5.1.2008
Ein schönes geometrisches Rätsel, nur mit elementarer Geometrie zu lösen - nix Sinus, nix Cosinus:

Wie groß ist der Winkel x? (Die Abbildung auszumessen bringt nichts, ist nicht mit korrekten Winkeln gezeichnet).
Gefunden bei Keith Enevoldsen’s Think Zone - dort gibt’s neben weiteren Rätseln auch eine genaue Beschreibung, Tipps zur Lösung usw.
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Verfasst von Ossikopp am 4.1.2008
Die Durchsuchungsaktionen bei G-8-Gegnern im Vorfeld des Weltwirtschaftsgipfels waren rechtswidrig. Das hat der Bundesgerichtshof heute festgestellt. Außerdem hatte der 3. Strafsenat laut AP “nachhaltige Zweifel“, ob sich “die beschuldigten Globalisierungsgegner tatsächlich zu einer Vereinigung im strafrechtlichen Sinne zusammengeschlossen haben“.
Ist ja schon mal wenigstens etwas, aber: wird jetzt einfach erklärt “das war gegen das Gesetz”, und dann sind alle zufrieden? Was da passiert ist, war strafbar! Zumindest Hausfriedensbruch kann man ja wohl nicht bestreiten; viel schlimmer noch finde ich die geistige Brandstiftung über den “Terror”-Begriff und die offensichtliche Einschüchterung von bestimmten politischen Meinungen.
Zu vermuten ist, dass irgendein Sprecher der Bundesanwaltschaft einen Fehler einräumt. Im Höchstfalle wird irgendjemand nicht befördert oder sogar versetzt. Die ausführenden Polizisten werden vom “Befehlsnotstand” reden - wenn sie überhaupt angesprochen werden.
Konsequenzen, wie sie vom Gesetz her vorgesehen sind, wird es für die staatlichen Täter nicht geben.
Und beim nächsten politisch vergleichbaren Ereignis können wieder dieselben illegalen Aktionen zur gefahren werden - es bleibt ja ohne Konsequenzen.
Gelten die Gesetze der Bundesrepublik nur für einen Teil der Bevölkerung?
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Verfasst von Ossikopp am 21.12.2007
Eine Delegation von Lakota-Indianern hat am Mittwoch in einer Pressekonferenz angekündigt, dass die Lakota einseitig die Verträge kündigen wollen, die seit 150 Jahren die Zugehörigkeit der Lakota zu den USA regeln.
“Wir sind nicht länger Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika, und allen, die im Gebiet der fünf unser Land umfassenden Staaten leben, ist freigestellt uns beizutreten“, sagte Russell Means, eins der Mitglieder der Delegation, laut einer AFP-Meldung.
Die Kündigung der Verträge sei absolut legal, sagte Means: “Es folgt den Gesetzen der USA, speziell dem 6. Artikel der Verfassung“. Dieser Artikel besagt, dass ausser der Verfassung auch die Verträge und Gesetze, die von den Vereinigten Staaten in Übereinstimmung mit der Verfassung erlassen bzw. eingegangen wurden, als oberstes Gesetz der USA anzusehen sind.
Delegationsmitglied Phyllis Young: “Wir haben 33 Verträge mit den USA, die nicht erfüllt wurden. Sie nehmen immer noch unser Land, unser Wasser und unsere Kinder”. Young war an der Organisation der ersten Internationalen Konferenz über die Rechte indigener Völker in Genf 1977 beteiligt.
Zu den Lakota gehörten früher u.a. Sitting Bull und Crazy Horse. Das Land der Lakota beinhaltet Teile von Nebraska, South Dakota, North Dakota, Montana und Wyoming. Heute beträgt -inmitten der USA!- die Lebenserwartung der männlichen Lakota durchschnittlich 44 Jahre, 97% der Lakota leben unterhalb der Armutsgrenze, und 80% der Familien sind von Alkoholsucht betroffen. Die Situation der Lakota in den USA wird von der Delegation als “koloniale Apartheid” bezeichnet.
Die Berechtigung der Delegation, im Namen der Lakota zu sprechen, ist nicht eindeutig - was sich wohl aus der Situation ergibt. Means betont: “wir repräsentieren nicht die Kollaborateure, die Vichy-Indianer und die von den USA errichteten Stammesregierungen, die unsere Armut und den Diebstahl unseres Landes und unserer natürliche Ressourcen sichern sollen“. Die Delegation bezieht sich vielmehr auf den Auftrag, der ihnen von traditionellen Häuptlingen und Ratsversammlungen sowie beim ersten Treffen des “Indian Treaty Council” 1974 in Standing Rock Sioux Indian Country erteilt wurde. Dort trafen sich mehr als 5000 Delegierte von 98 indianischen Nationen Nord- und Südamerikas.
Die Website der Delegation ist unter http://www.lakotafreedom.com/ zu finden.
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Verfasst von Ossikopp am 19.12.2007
Auf den Plätzen 2 bis 4 folgen Schweden, England und Polen: und zwar beim Besitz des Mondes. Das ist zwar rechtlich wirkungslos, aber hierzulande gibt es offensichtlich mehr Menschen als anderswo, denen das egal ist.
UBS zitiert in einer von Reuters kolportierten Studie einen nicht näher benannten “leading lunar real estate agent“, nach dessen Aussage die Deutschen Platz 1 beim Besitz von Grundstücken auf dem Mond haben.
(In dieser Zeile ist Raum für eigene Interpretationen, warum gerade die Deutschen da so schön mitmachen.)
Die Studie selbst ist interessant aufgemacht: sie weist auf den zeitlichen Zusammenhang zwischen den Preisen von Mondgrundstücken und denen von Häusern in den USA. In den letzten zehn Jahren gaben die “Mondpreise” anscheinend immer die Tendenz für die Hauspreise vor, mit einem Vorsprung von ungefähr einem Jahr.
Magie, Magie!
Oder eben Ausdruck der allgemeinen wirtschaftlichen Tendenz.
Zumindest aber ein guter Aufhänger für eine weihnachtliche Pressemitteilung, die UBS mal wieder positiv in die Medien gebracht hat. Kann die UBS aktuell ja wohl auch brauchen…
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Verfasst von Ossikopp am 19.12.2007
Quasi ein Nachtrag zu shigekuni:
Ich möchte ganz speziell auf die Aktion “Wir helfen Broder” hinweisen. Es stimmt: irgendjemand sollte wirklich mal dem Herrn Broder ein Buch kaufen oder ihm einen Büchereiausweis besorgen.
Und lange nicht nur wegen dem im Aufruf zur Hilfsaktion erwähnten Spiegel-Artikel dieses sich wahrscheinlich sehr spannend, “erfrischend inkorrekt” und überhaupt nicht islamophil empfindenden XXXXXXXX.
Obwohl dieser Artikel eigentlich schon reichen würde.
Ein wörtliches Zitat daraus: Es gab vor dem 11. September 2001 keine “Islamophobie”, und wenn es sie heute gibt, dann ist sie nicht ein Ausdruck von Hysterie, sondern Folge der Erkenntnis, dass natürlich nicht alle Muslime Terroristen sind, aber so gut wie alle Terroristen der letzten Jahre Muslime waren.
Hätte es etwas geändert, wenn Broder vor dem Schreiben recherchiert hätte? Dann wäre er ohne Schwierigkeiten zur wohl auch ihm bekannten Wikipedia gekommen, die ihn von “Islamophobie” auf “Islamfeindlichkeit” und dort zur Jahreszahl 1987 als erstes belegtes Auftreten des Begriffes “Islamophobie” gebracht hätte. Und 1987 auch nur als Erscheinungsdatum eines Artikels, der sich auf die mittelalterliche Geschichte Russlands in der Zeit nach dessen vollzogener Christianisierung bezieht. Hier wird für Russland ungefähr im 11. oder 12. Jahrhundert “seemingly unrestricted islamophobia“ konstatiert. Ein kleines bißchen früher als Broders “11.September 2001″ ist das.
Wer im übrigen nicht als “Terrorist” bezeichnet werden darf, sondern “tapferer Freiheitskämpfer”, “angestellte Sicherheitskraft”, “Verteidiger der Heimat” oder einfach “ordentlicher Soldat im Auslandsdienst, der nur seine Befehle ausführt” ist, kann natürlich nur von Henryk M. Broder definiert werden.
Zum Kotzen.
Also: helft Broder!
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Verfasst von Ossikopp am 18.12.2007
Gerade eine Firmen-Selbstdarstellung gefunden… wow, Respekt. Klar erkennbar: hier wurde die Realität eines existierenden Betriebes beschrieben und nicht etwa die Checkliste “Sämtliche Pflichtinhalte für moderne Selbstdarstellungen erfolgreicher jung-dynamischer Unternehmen” abgearbeitet.
Lustig anzusehen: sämtliche Substantive der ersten, mit “Philosophie” betitelten Seite, ggf. mit dazugehörigen Adjektiven, in originaler Reihenfolge. Absätze wurden belassen, ein paar Rechtschreibfehler stillschweigend korrigiert:
Kompetenzen
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Disziplin, Motivation, Engagement, Schlüssel, kompetentes Arbeiten, breites Spektrum, Know-how, Professionalität, Grundgerüst, [Firmenname]
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junges und dynamisches Team
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Freundlichkeit, Zuverlässigkeit, Arbeitsstil, [Firmenname], prädestinierter Partner, Seite
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geschulte und motivierte Mitarbeiter, Einheit, [Firmenname], Kunden, Partner, Anliegen, Rat, Tat, Seite
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Privat- oder Geschäftskundenbereich, umfangreiches Produkt- und Leistungsportfolio, Anliegen, adäquate Lösungen, [Firmenname], angebotene Leistungen, maßgeschneiderte Individuallösungen, Anforderungen, Vorstellungen
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Ansprüche, Qualität, Sicherheit, Funktionalität, Produkte, Bestandteil, Philosophie, Zuverlässigkeit, Flexibilität, Diskretion, unerlässliche Faktoren, kompromisslose Bestandteile, tägliches Handeln
•
[Firmenname], Anforderungen, rasant wachsender Markt, marktführende Technologien, modernes Arbeitsumfeld
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Intention, Bedarf, qualitativ hochwertigste Lösungen, horrende Summen, faires Preis-Leistungsverhältnis, Grundlage, Angebote
•
[Firmenname], professioneller Partner, Arbeiten, höchstes Niveau, Thematik, [Branchenbezeichnung]
Preisfrage 1 (Gewinner erhält einen Rechtschreibfehler eigener Wahl, Rechtsweg ausgeschlossen): in welcher Branche arbeitet diese Firma?
Preisfrage 2: worin unterscheidet sich diese Firma von der Konkurrenz?
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Verfasst von Ossikopp am 18.12.2007
Für viele (jedenfalls wohl die meisten USAmerikaner) ein alter Hut, ich hab’s gerade zum ersten mal gelesen: die Antwort der New York Sun im Jahr 1897 auf den Leserbrief einer 8jährigen zur Frage, ob es einen Weihnachtsmann gäbe. Anscheinend ein Klassiker in den USA, enstanden dadurch, dass der Vater des Mädchens sich um eine klare Antwort gedrückt und die Zeitung als Autorität in einer solchen Frage dargestellt hat.
Der Redakteur nimmt in seiner Antwort schon fast Saint-Exupéry vorweg: “Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können.”
Interessanterweise scheint gerade der Teil, der für mich am Besten daran ist, beim Zitieren am öftesten ausgelassen zu werden: “Nicht an den Weihnachtsmann glauben! Du könntest ebenso nicht an Elfen glauben! (…)”
Lohnt sich zu lesen, nicht nur, wenn man einen gangbaren Text für seine Nichten braucht.
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Verfasst von Ossikopp am 17.12.2007
Beim “Querkopf” Manfred einen wirklich guten Artikel zum Niggemeier-Urteil gefunden, weitergelesen, und dann kam ein unkommentierter Verweis auf einen Artikel der Salzburger Nachrichten, unter der Überschrift So viel zum Thema “Islamophobie”. Der verlinkte Artikel in den Salzburger Nachrichten warnt vor der ‘Unterwanderung des „christlichen Abendlandes“ durch Moslem-Immigranten zum Zweck der Islamisierung Europas’ (wörtliches Zitat, und ziemlich humorfrei ernst gemeint!).
Ich halte vom Islam genausowenig wie vom Christentum und anderen Religionen, und dementsprechend wenig auch von deren religiösen Führern. Aber ein solcher Artikel wie der zitierte ist dermaßen böse verzerrt, dass es für mich gar nicht mehr geht. Islamophobie? Genau! Und mit Artikeln wie diesem wird Islamophobie erzeugt.
Das Kommentieren hole ich hier mal nach, oder korrekter: was der Salzburger Islam-Experte Heinz Gstrein völlig ernsthaft von sich gibt, vergleiche ich mit anderen Quellen im Internet.
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Verfasst von Ossikopp am 17.12.2007
Lesenswert: eine Analyse des Urteils (in Form eines Leserbriefs) bei “Manfreds politischen Korrektheiten”.
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