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Lakota-Indianer kündigen Austritt aus den USA an

Verfasst von Ossikopp am 21.12.2007

Eine Delegation von Lakota-Indianern hat am Mittwoch in einer Pressekonferenz angekündigt, dass die Lakota einseitig die Verträge kündigen wollen, die seit 150 Jahren die Zugehörigkeit der Lakota zu den USA regeln.

Wir sind nicht länger Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika, und allen, die im Gebiet der fünf unser Land umfassenden Staaten leben, ist freigestellt uns beizutreten„, sagte Russell Means, eins der Mitglieder der Delegation, laut einer AFP-Meldung.

Die Kündigung der Verträge sei absolut legal, sagte Means: „Es folgt den Gesetzen der USA, speziell dem 6. Artikel der Verfassung„. Dieser Artikel besagt, dass ausser der Verfassung auch die Verträge und Gesetze, die von den Vereinigten Staaten in Übereinstimmung mit der Verfassung erlassen bzw. eingegangen wurden, als oberstes Gesetz der USA anzusehen sind.

Delegationsmitglied Phyllis Young: „Wir haben 33 Verträge mit den USA, die nicht erfüllt wurden. Sie nehmen immer noch unser Land, unser Wasser und unsere Kinder“. Young war an der Organisation der ersten Internationalen Konferenz über die Rechte indigener Völker in Genf 1977 beteiligt.

Zu den Lakota gehörten früher u.a. Sitting Bull und Crazy Horse. Das Land der Lakota beinhaltet Teile von Nebraska, South Dakota, North Dakota, Montana und Wyoming. Heute beträgt -inmitten der USA!- die Lebenserwartung der männlichen Lakota durchschnittlich 44 Jahre, 97% der Lakota leben unterhalb der Armutsgrenze, und 80% der Familien sind von Alkoholsucht betroffen. Die Situation der Lakota in den USA wird von der Delegation als „koloniale Apartheid“ bezeichnet.

Die Berechtigung der Delegation, im Namen der Lakota zu sprechen, ist nicht eindeutig – was sich wohl aus der Situation ergibt. Means betont: „wir repräsentieren nicht die Kollaborateure, die Vichy-Indianer und die von den USA errichteten Stammesregierungen, die unsere Armut und den Diebstahl unseres Landes und unserer natürliche Ressourcen sichern sollen„. Die Delegation bezieht sich vielmehr auf den Auftrag, der ihnen von traditionellen Häuptlingen und Ratsversammlungen sowie beim ersten Treffen des „Indian Treaty Council“ 1974 in Standing Rock Sioux Indian Country erteilt wurde. Dort trafen sich mehr als 5000 Delegierte von 98 indianischen Nationen Nord- und Südamerikas.

Die Website der Delegation ist unter http://www.lakotafreedom.com/ zu finden.

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Gibt es einen Weihnachtsmann?

Verfasst von Ossikopp am 18.12.2007

Für viele (jedenfalls wohl die meisten USAmerikaner) ein alter Hut, ich hab’s gerade zum ersten mal gelesen: die Antwort der New York Sun im Jahr 1897 auf den Leserbrief einer 8jährigen zur Frage, ob es einen Weihnachtsmann gäbe. Anscheinend ein Klassiker in den USA, enstanden dadurch, dass der Vater des Mädchens sich um eine klare Antwort gedrückt und die Zeitung als Autorität in einer solchen Frage dargestellt hat.

Der Redakteur nimmt in seiner Antwort schon fast Saint-Exupéry vorweg: „Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können.“

Interessanterweise scheint gerade der Teil, der für mich am Besten daran ist, beim Zitieren am öftesten ausgelassen zu werden: „Nicht an den Weihnachtsmann glauben! Du könntest ebenso nicht an Elfen glauben! (…)“

Lohnt sich zu lesen, nicht nur, wenn man einen gangbaren Text für seine Nichten braucht.

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